DIE STUDIE

WISSENSCHAFTLICHE BEGLEITUNG DES ZIRKUS GIOVANNI

S eit vielen Jahren dürfen wir erleben, dass die jungen Menschen im Zirkus Giovanni begeistert mitmachen. Eltern, Lehrer und die Pädagogen in den heilpädagogischen Wohngruppen berichten, dass die jungen Menschen sich positiv verändern.
In Zusammenarbeit mit dem Institut für Kinder und Jugendhilfe und der Universität zu Köln haben wir das Zirkusprojekt Giovanni wissenschaftlich evaluiert. Dafür wurde eigens ein Instrumentarium entwickelt (das sog. „Bamberger Inventar“), um wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen, ob und wie das Zirkus machen auf das Verhalten und die Entwicklung des jungen Menschen Einfluss hat.
Es gibt im gesamtdeutschsprachigen Raum keine vergleichbare Studie bezüglich Tiefe und Umfang. Erste Auswertungen der Evaluation „Effekte der Zirkuspädagogik bei jungen Menschen mit Handicaps“ liefern folgende zentralen Ergebnisse:

1. Während des gesamten Förderzeitraums (1 Jahr) brachen nur 10 Prozent die Förderung ab. Das Angebot war freiwillig. Zirkus hat offensichtlich eine sehr hohe intrinsische Motivation: Junge Menschen lassen sich auf dieses Angebot ohne jede Verpflichtung dauerhaft ein.

2. Besonders angesprochen fühlen sich junge Menschen mit AD(H)S Problematik. Weit über 50 Prozent der TeilnehmerInnen hatten eine Aufmerksamkeitsstörung (mit und ohne Hyperaktivität), die im Vergleich zu Alterskollegen in Deutschland extrem hoch ist.

3. Die Untersuchung sollte prüfen, ob die Zunahme von zirkusspezifischen Fähigkeiten auch eine Veränderung der motorischen Fähigkeiten und der psychosozialen Kompetenzen feststellbar ist. Dies zeigen folgende Graphiken deutlich. In fast allen Bereichen der psychosozialen Kompetenzen haben wir positive Veränderungen feststellen dürfen, Diese sind signifikant, d.h. diese Veränderungen sind kein Zufall, sondern sind nachweislich auf das Zirkustraining zurückzuführen.

Wenn man nun die Freiwilligkeit der zirkuspädagogischen Förderung mit den Effekten vergleicht, kann man sagen, dass Zirkus für (individuell und sozial benachteiligte) junge Menschen nicht nur mit großer Freude angenommen wird, sondern auch sehr hohe pädagogische Effekte hat.

Emil Hartmann, Leitung der Studie

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