Junge Menschen brauchen Begeisterung!

Zirkuspädagogik

Applaus! Applaus! Applaus!

Wie kaum ein anders Medium erreicht der Zirkus aufgrund seiner hohen Faszination auch Kinder- und Jugendliche mit Defizit- und Misserfolgserfahrungen. Zirkusübungen erfordern je nach Disziplin ein hohes Maß an Wahrnehmung (Selbst-, Fremd-, Raum- und Objektwahrnehmung) sowie Bewegungskoordination, Kreativität und soziale Interaktion. Zirkuspädagogik fördert dadurch motorische, sensible, psychische, soziale und kognitive Fähigkeiten.

Auch die artistische Leistung ist willkommen, doch im Grunde ist sie nur ein Nebeneffekt. Im Vordergrund steht die Förderung personaler und sozialer Kompetenzen. Immer gemäß den Leitideen Don Boscos mit dem Fokus auf die individuellen Stärken und Fähigkeiten – und nicht auf die Defizite.

„Ich mache nur, was ich mag. Ich bin der Stärkste!"

Was in Wohngruppen oder in der Familie oft zu Streit führt, nutzt die Zirkuspädagogik als Chance. Denn wenn im Zirkus jeder das tut, was er mag und wobei er sich besonders stark fühlt, dann gibt das ein tolles Ergebnis: Disziplin, Stolz und den tosenden Beifall des Publikums.

Motivation

Zirkus zieht magisch an und besitzt hohen Aufforderungscharakter. Neugierde auf das Abenteuer bildet die Voraussetzung für eine konzentrierte und freudebringende Zirkusarbeit. Kinder und Jugendliche werden in den gesamten Prozess der Gestaltung der Zirkusnummern und der Gala mit eingebunden. Die Krönung eines Trainingsabschnitts bildet oftmals die Gala-Aufführung: Der Auftritt in der Manege und die Hoffnung auf lauten Applaus motivieren und belohnen die Jugendlichen in hohem Maße.

Empowerment – ein grundlegendes Prinzip

Das sogenannte Empowerment ist eines der grundlegenden Prinzipien des Zirkus Giovanni. Es steht für einen Prozess, in dem der Jugendliche seine Angelegenheit selbst in die Hand nimmt, sich dabei seiner eigenen Fähigkeiten bewusst wird, eigene Kräfte entwickelt und soziale Ressourcen in Anspruch nimmt. Der Pädagoge unterstützt diese Emanzipation durch Begleitung und Assistenz. Die Jugendlichen entscheiden frei, welche Zirkusdisziplin sie ausprobieren, trainieren und mit wem sie in der Gruppe zusammenarbeiten wollen.

Ressourcenorientierung

Die ressourcenorientierte Pädagogik hilft dabei, die vorhandenen Stärken, Ressourcen und Handlungspotentiale zu entdecken, zu fördern und aufzubauen.

  • Warum Ressourcen? Ressourcen helfen Menschen, ihre Ziele zu erreichen und ihre Aufgaben besser zu bewältigen. Gerade heilpädagogische Zirkusarbeit kann helfen, die Kräfte und Energien benachteiligter Jugendlicher zu mobilisieren.
  • Keine Grenzen? Die Zirkusarbeit gilt als sanktionsfreier Raum. Das heißt: Kinder- und Jugendliche können immer – egal, was in der Gruppe oder im Alltag vorgefallen ist – am Zirkustraining teilnehmen und erfahren dadurch eine Orientierung an ihren Stärken und Fähigkeiten.

Das Prinzip der Ressourcenorientierung vermeidet die defizitäre Beschreibung von Handlungsmustern und sucht stattdessen Wege des Verstehens – auch, wenn es um problematische und etikettierte Verhaltensweisen geht.

Freiwilligkeit

Die Teilnahme am Training ist ebenso freiwillig wie die Disziplinauswahl und die Teilnahme an der Gala. Erfahrungsgemäß stellt sich dennoch bei den meisten Jugendlichen nach kurzer Zeit eine eigene Verbindlichkeit ein, die sie kontinuierlich und aktiv am Zirkusleben mitmachen lässt.

Training und Freizeit

Während in gebundenen Zirkusangeboten regelmäßig und angeleitet trainiert wird, können die Künstler im Zirkus Giovanni auch in ihrer selbstorganisierten Freizeit üben und so eine Verbindung zu ihrem eigenen Alltag herstellen.

Zirkus ist ...

    •    die Chance für einen Neuanfang
    •    ein Ort ganzheitlicher Bildung
    •    ein großer Freundestreff
    •    der Schlüssel der Individualisierung
    •    künstlerische Artikulation

Der Zirkus Giovanni bietet Lehrern, Jugendlichen, Betreuern und Interessierten zirkuspädagogische Fortbildungen an. Nehmen Sie bei Interesse Kontakt zu uns auf.

Einen Einstieg in die zirkuspädagogische Arbeit mit vielen Ideen bietet unser Buch „Die 50 besten Zirkusspiele“. 50 Spiele, Übungen und Kunststücke für Clownerie und Körperausdruck, für Spaß und Bewegung, für Jonglage mit Bällen & Co.,  für Akrobatik  und Körperschulung, für Fakire, Seilkünstler und "Muskelprotze":

Spendenkonto:
Stiftung Zirkus Giovanni
IBAN: DE17 7002 0500 3741 5601 56
BIC:   BFSWDE33MUE
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Ansprechpartner & Kontakt

Volker Traumann

Zirkus Giovanni:

Volker Traumann

Kontakformular oder

Tel. 0951 96570-666 (AB)

Margit GößweinStiftung Zirkus Giovanni

Margit Gößwein

Kontaktformular oder

Tel. 0951 96570-627,

Mo-Fr 8:30-12:00 Uhr

Mo+Mi 13:30-17:00 Uhr

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